Landesregierung ist gefordert: Binding muss bleiben!

02.11.2022

Anlässlich der angekündigten Schließung der Binding-Brauerei am Standort Frankfurt und der heutigen Debatte im Ausschuss für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen erklärt Jan Schalauske, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„DIE LINKE wird weiterhin zusammen mit der Gewerkschaft NGG und der Belegschaft gegen die geplante Schließung der Binding-Brauerei Druck machen.“

Es dürfe nicht sein, dass einzelne Milliardäre über die Zukunft der Menschen entscheiden. Auch die Stadt Frankfurt müsse sich fragen lassen, ob ihre Bodenbewirtschaftungspolitik den Erfordernissen der Zeit entspreche. Wenn es lukrativer sei, das Grundstück einer Brauerei zu verkaufen, als eine Brauerei zu betreiben, dann stimme etwas nicht, so Schalauske.

„Wenn der Druck der Belegschaften und der Öffentlichkeit nicht ausreicht, um die Radeberger Gruppe dazu zu bewegen, die Brauerei doch zu erhalten, dann müssen die Stadt Frankfurt und die Landesregierung Binding in eine Staatsbrauerei umwandeln.

Wenn Hessen ein staatliches Weingut betreibt, dann würde dem Land auch eine Staatsbrauerei gut zu Gesicht stehen. Andere Bundesländer wie Bayern und Baden-Württemberg haben dies bereits vorgemacht.

Heute hat sich gezeigt, dass die Landesregierung außer scheinheiligem Bedauern leider nichts zu bieten hat. Die Prioritätensetzung von Schwarzgrün spricht Bände, wenn Ministerpräsident Boris Rhein (CDU), immerhin ein selbsternannter ‚Frankfurter Bub‘, mit der Geschäftsführung spricht, aber eben nicht mit der Belegschaft.

Bedauerlich ist es, dass die schwarzgrüne Regierung eine staatliche Beteiligung nicht mal in Erwägung zieht.“