Pressefreiheit ist unteilbar: Freiheit für die hessische Journalistin Marlene Förster

03.05.2022

Anlässlich der Proteste zum Tag der Pressefreiheit für die im Irak inhaftierte hessische Journalistin Marlene Förster und ihren slowenischen Kollegen Matej K. erklärt Jan Schalauske, Vorsitzender und friedenspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag.

„Pressefreiheit ist unteilbar. Das betont auch die schwarzgrüne Landesregierung immer wieder. Zu der seit dem 20. April im Irak inhaftierten hessischen Journalistin Marlene Förster hat sie sich jedoch bislang nicht einmal geäußert. Die heutigen Proteste in Frankfurt und Marburg richten sich daher auch an die Landesregierung, sich endlich für ihre Freilassung einzusetzen.“

Marlene Förster und ihr slowenischer Kollege Matej K. wurden im Rahmen ihrer journalistischen Recherchen im Şengal, dem êzîdischen Gebiet des Iraks, festgenommen. 2014 durchlitten die Êzîdinnen und Êzîden in der dortigen Region einen Völkermord durch den sogenannten Islamischen Staat. Die Türkei und der Irak greifen aktuell diese Gebiete an, um die Selbstorganisation der êzîdischen Gemeinschaft zu zerstören.

„Marlene und Matej schreiben gegen das Wegschauen der Welt gegenüber der Situation der êzidischen Gemeinschaft an. Ihre Inhaftierung ist der Versuch, diese Aufklärung zu unterbinden, um die Zerstörung der êzidischen Selbstorganisation ungestört durchzuführen. Dies wird nicht gelingen. Die Landesregierung muss endlich und öffentlich tätig werden!“

Anmerkung:

Jan Schalauske wird dazu in der kommenden Plenarwoche eine mündliche Frage an die Landesregierung richten. Ein offener Brief findet sich auf https://freemarleneandmatej.wordpress.com/