Personalnot im Uniklinikum Gießen-Marburg - Auch die Landesregierung ist in der Pflicht, für eine Verbesserung der Situation zu sorgen

21.01.2020

Angesichts immer neuer Medienberichte zu Besorgnis erregenden Zuständen am Uniklinikum Gießen-Marburg (UKGM), die gekennzeichnet sind von Personalmangel, einer gravierenden Anhäufung von Überstunden und einem deutlichen Anstieg von Überlastungsanzeigen, erklärt Jan Schalauske, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag und Marburger Abgeordneter:

„Die Arbeitsverdichtung und Arbeitsbelastungen im UKGM sind nicht länger akzeptabel. Hier ist die Politik gefordert, im Sinne von Beschäftigten und Patienten für bessere Rahmenbedingungen zu sorgen und klare Vorgaben bei der Personalbemessung zu machen. Seit Jahren wird Schwarzgrün seiner Verantwortung für die Beschäftigten, die Gesundheitsversorgung sowie für Lehre und Forschung nicht gerecht. Die aktuellen Berichte machen erneut deutlich, dass Krankenhäuser nicht in die Hände von Aktiengesellschaften, sondern in öffentliches Eigentum gehören.“

Für DIE LINKE stehe seit langem fest: Der auf Betreiben von Ex-Ministerpräsident Roland Koch erfolgte Verkauf des Universitätsklinikums an die Rhön-AG sei ein großer Fehler gewesen, so Schalauske. Es sei schon damals absehbar gewesen, dass in einem privatisierten Klinikum die Beschäftigten auch die Rendite für die Aktionäre erwirtschaften müssten.

„DIE LINKE erwartet von der schwarzgrünen Landesregierung, sich dem Thema ‚Pflegenotstand am UKGM‘ endlich zu stellen und ihren Einfluss gegenüber der Rhön-AG geltend zu machen, um Personalnot und Arbeitsüberlastungen zu beheben. Dazu gehört es auch, dass die UKGM-Geschäftsleitung sicherstellen muss, dass allen Überlastungsanzeigen vollumfänglich nachgegangen wird.“