Landesregierung muss sich für die im Irak festgenommene hessische Journalistin einsetzen

25.04.2022

Anlässlich der Festnahme der hessischen Journalistin Marlene F. und ihres slowenischen Kollegen Matej K. erklärt Jan Schalauske, Vorsitzender und friedenspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Pressefreiheit und der Einsatz für Demokratie und Menschenrechte sind unteilbar. Wir rufen die Landesregierung dazu auf, sich beim irakischen Generalkonsulat in Frankfurt und gegenüber dem deutschen Außenministerium für die sofortige Freilassung der hessischen Journalistin Marlene F. und ihres slowenischen Kollegen Matej K. einzusetzen.“

Sie seien nach Angaben des kurdischen Gesellschaftszentrums für Öffentlichkeitsarbeit Civaka Azad am 20. April im Rahmen ihrer Arbeit zur ezidischen Gemeinschaft im irakischen Şengals festgenommen worden. Seitdem gebe es keinen Kontakt mehr zu ihnen.

Deren Ziel sei es gewesen, die ezidische Gesellschaft Şengals vor dem Hintergrund des versuchten Genozides durch den IS im Jahr 2014 zu dokumentieren. Dass Marlene F. und Matej K. von irakischen Einheiten festgenommen wurden, sei ein Skandal, so Schalauske.

„Ezidinnen und Eziden gehören zu den am stärksten bedrohten Völkern der Welt. Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne), die eine feministische Außenpolitik versprochen hat, muss ihren Worten jetzt Taten folgen lassen. Als DIE LINKE stehen wir solidarisch an der Seite der Ezidinnen und Eziden, für das Selbstbestimmungsrecht der Völker und die Freiheit der Presse, darüber zu berichten.“