Nassauische Heimstätte: Energetische Modernisierung ja – aber sozialverträglich

23.01.2020

Anlässlich der Ankündigung von Modernisierungsmaßnahmen durch die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Nassauische Heimstätte (NH) in einer Siedlung in Frankfurt Niederrad hat dort gestern eine Versammlung betroffener Mieterinnen und Mieter stattgefunden. Hierzu erklärt Jan Schalauske, wohnungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Es steht außer Frage, dass gerade öffentliche Wohnungsunternehmen wie die NH einen gewichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten müssen. Dazu gehört auch die energetische Modernisierung der großen Wohnungsbestände dieser Unternehmen. Allerdings darf Klimaschutz nicht auf dem Rücken der Mieterinnen und Mieter betrieben werden, indem die Modernisierungskosten auf die Miete umgelegt werden. Daher unterstützen wir es als DIE LINKE. ausdrücklich, wenn sich – wie gestern in Frankfurt – betroffene Mieterinnen und Mieter zusammentun, um sich über ihre Rechte zu informieren und gemeinsam darüber beraten, wie sie mit den angekündigten Modernisierungsmaßnahmen umgehen wollen.“

Gerade im Hinblick auf die ­grundsätzlich begrüßenswerte Ankündigung, bis 2050 den gesamten Wohnungsbestand der NH klimaneutral entwickeln zu wollen, stünden die Landesregierung, aber auch die Stadt Frankfurt als größter Gesellschafter in der Pflicht dafür zu sorgen, dass dieser Prozess sozialverträglich abläuft, so Schalauske weiter.

„Als LINKE werden wir verstärkt darauf achten, ob die Landesregierung ihrer sozialen Verantwortung in dieser Frage gerecht wird. Klimaschutz und Mieterschutz müssen Hand in Hand gehen – auch und gerade bei der NH!“