Fusion von Vonovia und Deutsche Wohnen ist abzulehnen –Bundesweiter Mietendeckel und Vergesellschaftung notwendiger denn je

25.05.2021

Anlässlich der heute angekündigten Fusion der beiden großen Wohnungsunternehmen Vonovia und Deutsche Wohnen erklärt Jan Schalauske, wohnungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Die geplante Fusion von Vonovia und Deutsche Wohnen zum europaweit größten Immobilienkonzern mit bundesweit über 550.000 Wohnungen ist abzulehnen. Die unsoziale Geschäftspraxis beider Unternehmen zeigt, dass Entscheidungen über ein Grundbedürfnis wie Wohnen nicht an der Börse getroffen werden dürfen. Deshalb ist die Forderung des Berliner Volksbegehrens ,Deutsche Wohnen & Co. enteignen!‘ nach einer Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne mehr denn je richtig. Dass es im Zuge der geplanten Fusion in Berlin zu sozialen Zugeständnissen kam, ist das Ergebnis des großen Drucks aus der Gesellschaft. Allerdings besteht die Gefahr, dass die Unternehmensprofite in Zukunft verstärkt außerhalb Berlins erwirtschaftet werden sollen. Deshalb müssen wir auch in Hessen, wo Vonovia und Deutsche Wohnen bereits jetzt zehntausende Wohnungen besitzen, besonders wachsam sein.“ 

Vor diesem Hintergrund sei es höchst bedenklich, dass die Landesregierung offensichtlich kaum über Informationen zur Tätigkeit großer profitorientierter Wohnungskonzerne in Hessen verfüge und eine entsprechende Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag bisher nur unzureichend beantwortet habe, so Schalauske.

„Die jüngsten Entwicklungen am Wohnungsmarkt zeigen unmissverständlich: Ohne entschlossene und wirksame Schritte lassen sich Mietenwahnsinn und Verdrängung nicht stoppen. Die sofortige Einführung eines bundesweiten Mietendeckels ist das Gebot der Stunde – und die Enteignung und Vergesellschaftung großer börsennotierter Wohnungskonzerne ein weiterer wichtiger Schritt, der allen Menschen nutzt, die auf eine bezahlbare Wohnung angewiesen sind.“