A 49: Bei Fällarbeiten werden Sicherheitsvorschriften missachtet und Polizei, Aktivisten*innen und die Waldarbeiter selbst gefährdet

13.11.2020

Anlässlich der parlamentarischen Beobachtung der Rodungsarbeiten im Dannenröder Forst erklärt Jan Schalauske, stellvertretender Vorsitzender und Marburger Abgeordneter der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Immer häufiger beobachten wir, dass Baumfällungen sehr nah an noch besetzen Baumhäusern und Einsatzkräften der Polizei ausgeführt werden. Mit dem von der DEGES beauftragten Personal ist kaum eine Kommunikation möglich. Auch arbeiten sie sozusagen inkognito, auf ihren Fahrzeugen gibt es keine Firmenlogos oder ähnliches.“

Nach der Unfallverhütung (UVV) Forst habe das Unternehmen dafür zu sorgen, dass mit den Fällarbeiten erst begonnen werde, wenn sichergestellt sei, dass sich im Fallbereich nur die mit dem Fällen beschäftigten Personen aufhalten. Der Fallbereich messe die zweifache Baumlänge, so Schalauske.

„Nach unseren Beobachtungen wird diese Sicherheitsregel regelmäßig missachtet. Dadurch gefährden die Waldarbeiten die Aktivistinnen und Aktivisten, die Polizei sowie ihre eigenen Kolleginnen und Kollegen. Wir fordern die DEGES auf, die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften auf ihrer Baustelle sofort zu beachten. Wenn die Forstarbeiter im Auftrag der DEGES den Sicherheitsabstand nicht einhalten, muss die Polizei einschreiten, damit Menschenleben nicht gefährdet werden!“