Zahl neu geförderter Sozialwohnungen sinkt um fast die Hälfte: Armutszeugnis für die schwarzgrüne Wohnungspolitik

10.06.2020

Anlässlich einer heute bekannt gewordenen Statistik des Bundesinnenministeriums zur Zahl neuer geförderter Sozialwohnungen in Deutschland im Jahr 2019 erklärt Jan Schalauske, wohnungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Die heute bekannt gewordenen Zahlen zu neu geförderten Sozialwohnungen in Deutschland sind erschreckend – und ein neuerliches Armutszeugnis für die schwarzgrüne Wohnungspolitik. Laut der Statistik des Bundesinnenministeriums wurden im Jahr 2019 bundesweit nur rund 25.600 Sozialwohnungen gefördert, das ist ein Rückgang um 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Als wäre das nicht schlimm genug, befindet sich Hessen mit einem Minus von 44 Prozent unter den drei Bundesländern mit dem stärksten Rückgang. Angesichts des eklatanten Mangels an bezahlbarem Wohnraum in Hessens Städten ist das ein handfester Skandal – und zeigt erneut, dass die Ankündigungspolitik der schwarzgrünen Landesregierung in Sachen Sozialwohnungsbau nichts ist als heiße Luft.“

Wie aus regelmäßigen Anfragen der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag hervorgehe, sinke die Zahl der Sozialwohnungen in Hessen Jahr für Jahr, so Schalauske weiter. Umso unverständlicher sei es, wenn nun auch der Bau neuer Sozialwohnungen ins Stocken gerate.

„Gerade, weil immer mehr Sozialwohnungen aus der Bindung fallen, müssen dringend mehr Sozialwohnungen errichtet werden. Notwendig sind 10.000 neue Sozialwohnungen pro Jahr, barrierefrei, klimaneutral, dauerhaft gebunden und mehrheitlich in öffentlicher Hand. Das wäre eine soziale Wohnungspolitik, die ihren Namen verdient.“