Presseschau: US-Militär in der BRD: "Ihre Präsenz bedeutet die Lage zu destabilisieren."

04.08.2020

Aus der Tageszeitung "junge Welt":

"Ja, aber zunächst begrüßen wir den Teilabzug der US-Truppen insgesamt, weil deren Präsenz heute nicht mehr mit dem Friedensgebot des Grundgesetzes und der hessischen Verfassung vereinbar sowie 30 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges überfällig ist. Das reicht jedoch nicht. Das US-Hauptquartier in Wiesbaden muss ebenso geschlossen werden, weil an den Händen dort stationierter Militäreinheiten das in völkerrechtswidrigen Kriegen im Irak vergossene Blut klebt. Sie waren an den Folterungen in Abu Ghraib nahe Bagdad während der Besetzung des Iraks durch die Vereinigten Staaten beteiligt. Heute nehmen sie teil an den provokanten Truppenbewegungen in Richtung von Russlands Grenzen. So sollte das gefährliche NATO-Manöver »Defender 2020« von Wiesbaden aus zentral in Europa koordiniert werden. Glücklicherweise wurde es im März wegen der Coronapandemie gestoppt."

http://www.jungewelt.de/artikel/383532.us-militär-in-der-brd-ihre-präsenz-bedeutet-die-lage-zu-destabilisieren.html?sstr=Schalauske