Tag der Befreiung: Der 8. Mai soll gesetzlicher Feiertag werden

05.05.2020

Anlässlich des von der LINKEN eingebrachten Änderungsvorschlags zum Feiertagsgesetz und der morgen – am Mittwoch - stattfindenden Landtagsdebatte zum 8. Mai erklärt Jan Schalauske, stellvertretender Vorsitzender Der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Auf Antrag unser Fraktion soll der hessische Landtag beschließen, den 8. Mai zum gesetzlichen Feiertag zu machen. ‚Der 8. Mai 1945 war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.‘ So formulierte es einst ganz treffend der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker in einer Rede anlässlich des 40. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkriegs im Deutschen Bundestag.“

Inzwischen habe das Land Berlin mit den Stimmen von LINKEN, SPD und Grünen den 8. Mai zu einem gesetzlichen Feiertag erklärt, so Schalauske. Und seit einigen Jahren sei der Tag in Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen ein offizieller Gedenktag. Daran sollte sich Hessen ein Beispiel nehmen.

„Den 8. Mai zum Feiertag zu erklären ist auch deshalb so wichtig, weil wir erleben, wie das Unsagbare wieder sagbar geworden ist. Weil es wieder Kräfte im Bundestag, aber auch hier im Landtag gibt, die davon reden, den ‚Schuldkult‘ zu beenden, die den Hitlerfaschismus als ‚Vogelschiss‘ bezeichnen und einen Schlussstrich ziehen wollen. Für DIE LINKE ist klar: Es darf und wird keinen Schlussstrich geben können. Den 8. Mai zum gesetzlichen Feiertag zu machen, wäre das richtige Signal.“