DIE LINKE will 8. Mai zum Feiertag erheben: Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkriegs - Auftrag für eine Welt ohne Krieg und Faschismus

06.05.2020

Zur heutigen Ersten Lesung des Gesetzentwurfs der LINKEN zur Änderung des hessischen Feiertagsgesetzes erklärt Jan Schalauske, stellvertretender Vorsitzender und friedenspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Den 8. Mai zum gesetzlichen Feiertag zu erheben, ist lange überfällig: Er markiert das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa. Er ist ein Meilenstein für den Beginn des demokratischen Bundeslandes Hessen und er ist ein lebendiger Auftrag für eine Welt ohne Krieg und Faschismus. Nicht ohne Grund atmet Hessens Verfassung - als erste in Deutschland vom Volk angenommene Verfassung - den Geist des Pazifismus, des Antifaschismus und einer sozialen Gesellschaftsordnung. Daran gilt es nicht nur zu erinnern, sondern diese Erinnerung mit Leben zu füllen."

Es gelte zudem den Alliierten und Widerstandsgruppen Dankbarkeit zu zeigen, weil sie Deutschland mit Millionen an Todesopfern letztlich vom Faschismus befreit hätten, so Schalauske.

„Berlin hat es vorgemacht - nun sollte der 8. Mai auch in Hessen ein gesetzlicher Feiertag werden. Da es wieder Kräfte im Bundestag, aber auch hier im Landtag gibt, die die NS-Zeit als ‚Vogelschiss‘ in der deutschen Geschichte bezeichnen, wie das Alexander Gauland von der AfD getan hat, ist es umso wichtiger, diesen Tag zum Feiertag zu machen. Und wenn Gauland aktuell im Zusammenhang mit der Kapitulation Nazideutschlands von einer Niederlage spricht, zeigt das zudem, dass er sich in der Tradition von Faschisten versteht.

Für DIE LINKE ist klar: Es darf und wird keinen Schlussstrich geben können. Den 8. Mai zum gesetzlichen Feiertag zu machen, wäre das richtige Signal.“